Dieser Artikel wurde im Februar 2026 inhaltlich überarbeitet und erweitert.

Definieren wir zuerst: Ein Anfängerkurs ist darauf ausgerichtet, Ihnen zu helfen, „das Schlagen des Balls in verschiedenen Situationen und mit verschiedenen Schlägern zu meistern“. Auf der anderen Seite konzentriert sich ein Platzreife- / 1. Handicap-Kurs darauf, „erfolgreich den Golfplatz zu meistern, um damit Ergebnisse zu erzielen, die zur Erfüllung der Testanforderungen der nationalen Golfverbände beitragen“.
Im vorliegenden Artikel beschreiben wir die Herausforderungen dieser Aufgabe und ermutigen interessierte Neugolfer zur kritischen Selbsteinschätzung. Am Ende des Artikels bieten wir eine passende Lösung für diejenigen, die zwischen den zwei Welten sind. Wir würden Ihnen gerne helfen, mit etwas Aufwand vor dem Golfkurs besser vorbereitet in den Kurs zu kommen und die Hürden so zu schaffen… denn
Ihr Fortschritt ist unsere Leidenschaft!
Los geht’s.
Es macht in diesem Moment Sinn, sich zu überlegen, wo Sie stehen und wo Sie hinmöchten. Nutzen Sie unsere kompakte Selbsteinschätzung: Bin ich bereit für den Platzreife Kurs?

Bevor ein Golfer in einen Platzreifekurs kommt, muss dieser die Bälle um die 100 Meter schlagen können. Dies nicht von der Matte oder vom Tee, sondern von Gras. Gemäß unserer Erfahrung ist „von Gras schlagen“ ein eigener Lernmoment, der Übung und Wiederholung braucht.
Um sich selbst besser einschätzen zu können, lesen Sie einfach den folgenden Inhaltskatalog und schauen für sich selbst, ob Sie dieses Wissen bzw. diese Fähigkeiten haben. Merkt ein Neugolfer, dass er von einem oder mehreren dieser Bereiche keine Ahnung hat und noch nie darin unterrichtet wurde, dann muss der Golflehrer Zeit investieren – und der Golfer braucht nachher nochmals eigene Zeit, um sich an diese Bereiche zu gewöhnen.
Die Tiefe des Wissens ist NICHT: „Ja, ich habe mal was von einem Sandwedge gehört“ oder „Ich habe mal Minigolf gespielt“ oder „Ich habe mal mit einem Freund ein paar Bälle auf der Driving Range geschlagen“.
Wir teilen die Golffähigkeiten in verschiedene Bereiche auf, durch welche ein Golfer vom gewissenhaften Golflehrer geführt wird.
Hier also die Unterrichtsinhalte, durch die ein Neugolfer zu einem Platzreife- / 1. Handicap-Golfer wird. Dabei werden wir im Platzreife-Golfkurs speziell die Punkte 6–11 lernen. Punkte 1 bis 5 sind Bestandteil des Einsteigerkurses. Wer davon kaum Kenntnisse hat, dem würden wir einen Einsteigerkurs empfehlen.
(Bilder sind anklickbar für mehr Details)




Inhalte des Einsteigerkurses
1. Verschiedene Golfschläger und anderes Material kennen
Ein Golfer muss wissen, welche Schläger wozu im Bag sind, er muss die Unterschiede der Schläger kennen, er muss wissen, welche anderen Materialien wir benötigen (Pitchgabel, Tee, Ballmarker, Scorekarte, Trolley, Buggy etc.).
2. Golfregeln und Handicap-System (Stableford) kennen und anwenden können
Ein Golfer muss in die Golfregeln eingewiesen worden sein, entweder durch einen Onlinekurs, durch Unterricht von einem Golflehrer oder in einem Golf-Regelkurs im örtlichen Golfclub. Dies dauert im Allgemeinen ca. 6–8 Zeitstunden. Der Golfer muss online Regelquizzes selbst durchgearbeitet haben und bei den Fehlern zufriedenstellende Resultate haben.
Das Handicap-System und dessen Anwendung (sprich den Score zählen zu können) sind wichtig.
3. Schlagarten kennen und an jeder Schlagart geübt haben, bis es funktioniert
Ich kann putten, chippen, pitchen, Eisen von Gras schlagen, Sandschläge spielen, Schläge aus verschiedenen Grashöhen ausführen. Hölzer vom Tee spielen ist nicht zwingend notwendig, wenn man genügend Distanz mit den Eisen hinbekommt. Empfohlene notwendige Übungszeit ca. 15–20 Stunden und mehr. Wenn bei einem oder mehreren dieser Schlagarten Probleme oder Umsetzungsschwierigkeiten auftauchen, braucht es Korrekturen und danach Lern- und Verbesserungszeit.
4. Erste Runden auf dem Platz – Routinen erkennen
Wir brauchen ein paar Runden, in denen wir nicht gestresst sind von der Spielgeschwindigkeit und den Ergebnissen. Wir müssen dem neuen Golfer Zeit geben, um zu fühlen, zu atmen und all die kleinen Dinge kennenzulernen, die ein fortgeschrittener Golfer ohne Nachdenken tut. Die ersten zwei bis drei Runden auf dem Platz zeigen ihm, was, wo, wann und warum. Es ist der Beginn, Routinen zu erkennen und anzuwenden, um später in der Lage zu sein, ein Ergebnis innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens zu liefern.
5. Ich bin fit genug, um 9 Löcher am Stück spielen zu können
Natürlich ist es „nur laufen“, aber vergessen Sie nicht den Konzentrationsaufwand, das ständige Schlagen, Ziehen des Golftrolleys und nicht selten kommt auch die Umgebungstemperatur als zusätzliche Hürde dazu. Ich kann 4 km zügig laufen, ein Golfbag ziehen und bin trotzdem noch funktional, was das Schlagen und Konzentrieren angeht. So müssen Sie denken.




Inhalte des Platzreife- / 1. Handicap-Golfkurses
6. Den Golfplatz kennen und sich darauf bewegen können
Bis ein Neugolfer weiß, wo das Golfbag hin muss, wann er wohin mit welchem Schläger schlagen muss, wie man ein Golfloch plant, wie mit verschiedenen Grashöhen und Schräglagen umzugehen ist und wie man aus den vorhandenen Fähigkeiten das beste Resultat herausholt, vergehen einige Tage. Aus Erfahrung sollte ein Neugolfer mindestens drei bis vier 9-Loch-Runden gespielt haben, bis „Routine in den Abläufen“ entsteht.
7. Spielgeschwindigkeit einhalten können
Ein Golfer muss wissen, wie er die Spielgeschwindigkeit der anderen Golfer einhalten kann. Er muss die Erfahrung gemacht haben, was passiert, wenn er unter Zeitdruck spielen muss. Er muss wissen, wie er damit umgeht, wenn er alleine spielt und genauso, wenn er in einer 4er-Gruppe mitten im Verkehr spielt. Er muss wissen, wie er seine eigene Spielgeschwindigkeit der Situation anpassen kann. Schneller spielen können ist die Summe aus Abläufe verkürzen können und trotzdem häufiger sauber treffen, Richtungskontrolle, Anpassungsfähigkeit an Situationen, mentale Flexibilität etc.
8. Sich selbst und einen Mitspieler während der Runde zählen können
Hört sich nach keinem Problem an – in Tat und Wahrheit ist es genau das Gegenteil. Drei bis vier Schläge zählen ist kein Problem, aber acht, neun oder zehn Schläge für sich und für einen Mitspieler zählen und gleichzeitig noch spielen und die Zeitlimiten einhalten, ist ein Problem für einen Neugolfer. Dafür braucht es bei allen Neugolfern zwei oder mehr Zählrunden.
9. Mit mentalen Problemen umgehen können
Der Golfplatz ist kein ruhiger Spaziergang – es wird ziemlich oft etwas schief laufen, Fehler passieren. Was macht das mental? Wie gehe ich damit um? Kann ich mich nach schlechten Schlägen wieder „erholen“?
10. Eigentraining: mind. 10–20 Zeitstunden selbständig an den Schlagtypen trainiert haben
Die verschiedenen Schlagtypen wie Putten, Chippen, Pitchen, Sandschlag, Hybride & Fairwayhölzer, Driver sind unterschiedliche Bewegungs-Elemente. Jeder Schlag ist anders. Wie korrigiere ich mich selbst? Wir denken, dass ein durchschnittlich begabter Neugolfer – neben den 10–15 Unterrichtsstunden – selbständig weitere 10–20 Stunden an den Schlagtypen trainiert haben sollte.
11. Resultate des Spiels auf dem Golfplatz
Golf kann ohne Zählen gespielt werden – ob vier, fünf oder sechs Schläge, wen interessiert’s. Stimmt. Leider ist dies erst zulässig, wenn jemand die Einstiegshürde geschafft hat. Ein Golfer muss also während der Woche zwischen 12 und 18 Stableford-Punkte liefern können. Eine gewisse Konstanz ist notwendig. Wer sich zu wenig vorbereitet, hat in der Woche kaum genügend Zeit, um die notwendige Routine zu erarbeiten. Dann kommen manchmal noch Muskelschmerzen hinzu, weil die Menge an geschlagenen Golfbällen während und nach dem Kurs doch eine ungewohnte Belastung ist.




Was heißt das nun für neue Golfer, die gerne vorankommen wollen?

Die Ausgangslage ist folgende: Die nationalen Golfverbände versuchen, die Neugolfer so an den Sport heranzuführen, dass diese auf dem Golfplatz die notwendigen Fähigkeiten, das Wissen und die physische Stärke haben, mit anderen Golfern in der vorgeschriebenen Zeit über 9 oder 18 Loch zu kommen.
Die Aufgaben für den Golfer werden anspruchsvoller, da die Punkte 6–11 Anforderungen stellen, die von den ersten fünf Punkten abhängig sind. Wenn es bei 1–5 zu Verzögerungen kommt, wirkt sich das auf unsere Zeit aus, um die weiteren Fähigkeiten zu erarbeiten. Aus diesem Grund ist es nicht ratsam, Neugolfer sofort in einen Platzreife-Kurs einteilen zu wollen. Eine Fähigkeit ist die Kompetenz, eine bestimmte Aufgabe erfolgreich auszuführen, die durch Training, Erfahrung oder angeborenes Talent entwickelt wird.
Ein Golflehrer hat immer die Absicht, den Golfer so schnell wie möglich voranzubringen. Natürlich stoßen wir in unserer täglichen Arbeit nicht immer auf Athleten aus ähnlichen Sportarten (Tennis, Squash, Badminton, Hockey, Unihockey, Baseball), sondern häufig auf Menschen, die keine Schlägersportarten ausgeführt haben.
Das kann den Fortschritt erheblich beeinflussen, was es für uns wiederum schwieriger macht, zu jedem zu sagen: „Ja, komm zu uns für den Platzreifekurs“. Das ist unser Dilemma.
Nach Überprüfung des oben genannten Inhaltsverzeichnisses fragen wir uns, wie lange es gemeinhin dauert, bis ein Neugolfer diesen Katalog durchgearbeitet bekommt. Nach mehr als 29 Jahren Golfunterricht kann ich mit Sicherheit sagen, dass etwa 3–5 % der Neugolfer dies innerhalb einer Woche schaffen. Der Grund: Diese Menschen meistern den schwierigsten Bereich (Bereich 3 – Kennen, Beherrschen und Üben der Schlagarten) in der Regel schnell und unkompliziert. Dies liegt sehr häufig daran, dass diese Menschen erfahrene und aktive Sportler aus verwandten Sportarten sind.
Aber auch diese 3–5 % werden während der Woche sicherlich nicht nur während der drei Stunden im Golfkurs üben, sondern sie sind außerhalb des Kurses mindestens zwei bis drei weitere Stunden täglich damit beschäftigt, an den Inhalten zu arbeiten.




Wenn Sie sich einen vollständigen Überblick über den Ablauf, die Anforderungen und unsere Ausbildungsstruktur verschaffen möchten, finden Sie hier alle Inhalte gebündelt: Platzreife & 1. Handicap 54 – So lernen Sie Golf wirklich
Eine kurze Zusammenfassung, ein ernstgemeintes Versprechen und eine passende Lösung
Es ist viel Stoff – sicherlich mehr, als ein Neugolfer von außen auf den ersten Blick wahrnehmen kann. Deswegen tendieren wir generell dazu, Neugolfer erst in aller Ruhe in den Sport einführen zu wollen.
Der Stress durch unzureichende Vorbereitung in Kombination mit dem Wochenziel Platzreife / 1. Handicap ist nicht für jeden angenehm. Es ist meistens sinnvoller, Neugolfern den Lernprozess ohne Druck zu ermöglichen.
Hier aber ein Versprechen von uns: Sobald ein Golfer auch nur schon in die Nähe der Zertifizierungsmöglichkeit kommt, unterstützen wir zu 110 % in Richtung dieses Ziels… denn
Ihr Fortschritt ist unsere Leidenschaft!




Da wir lösungsorientiert denken und wissen, dass manchmal ein wenig mehr Einsatz erforderlich ist, um Ziele zu erreichen, möchten wir hier eine passende Lösung anbieten. Vielleicht haben Sie die Aufgabe unterschätzt, sind einfach noch nicht ganz soweit mit Ihrem Golfspiel oder möchten sich besser auf die Anforderungen vorbereiten.
Wir gewähren Ihnen kostenlosen Zugang zu unserer Golf-Videoanalyseplattform und begleiten Sie im Chat durch die notwendigen Schritte, die Sie noch brauchen. Anstatt den Ball im Wasserhindernis mit einer Angel zu suchen, beginnen wir gleich nach Ihrer Anmeldung mit der Zusammenarbeit. Denn…
Ihr Fortschritt ist unsere Leidenschaft!
Entdecken Sie im nächsten Artikel, wie unsere Golf-Videoanalyse-Software Ihnen auf dem Weg zur Platzreife / zum 1. Handicap helfen kann! Für alle visuellen Lerner haben wir ein etwa 15-minütiges Erklärungsvideo vorbereitet, damit Sie alles genau sehen können.









