Kurzspiel lernen heißt nicht nur Technik lernen, sondern Lösungen finden

Michel Monnard

Michel Monnard

|

06/09/2026

Warum unterschiedliche Lagen, Distanzen, Grünformen und Bodenreaktionen immer wieder neue Lösungen verlangen – und warum nicht jeder Golfer dabei dieselbe Tiefe an Variation braucht.

Im kurzen Spiel gibt es selten nur eine mögliche Lösung.

Natürlich kann ein Golfer lernen, sehr viele Situationen mit demselben Schläger zu lösen. Gerade bei weniger erfahrenen Golfern kann das sogar sinnvoll sein. Eine vertraute Standardlösung reduziert zunächst die Komplexität und gibt Sicherheit.

Mit zunehmender Entwicklung verändert sich jedoch die Aufgabe.

Dann wird es interessant zu erkennen, dass dieselbe Situation vielleicht hoch, flach oder irgendwo dazwischen gelöst werden kann – und dass eine dieser Varianten mehr Fehlertoleranz besitzen kann als die andere.

Mehr Variation ist nicht immer besser. Sie wird dann sinnvoll, wenn der Golfer dadurch lernt, sich besser an unterschiedliche Situationen anzupassen und Risiken zu reduzieren.

Genau darum ging es in einer Unterrichtseinheit mit zwei Golfern, die ungefähr gleich lange spielen, aber trotzdem nicht dieselben Voraussetzungen mitbrachten.

Zwei Golfer, zwei unterschiedliche Lerntiefen

Golfer trainieren flache Annäherungsschläge auf ein Grün mit vorderer Fahnenposition bei Capdepera Golf

Der männliche Golfer hatte bereits etwas mehr gespielt und war technisch ein Stück weiter. Dazu kam vermutlich noch etwas anderes: Er arbeitet beruflich im Straßenbau. Gefälle, Höhenunterschiede und die Frage, wie Oberflächen und Neigungen einen Verlauf beeinflussen, gehören für ihn zum Alltag.

Das bedeutet nicht automatisch, dass er deshalb ein besserer Golfer ist. Aber bestimmte Informationen auf einem Grün können für ihn möglicherweise schneller verständlich werden.

Die Golferin war in manchen Bereichen noch weniger weit entwickelt. Bei ihr war deshalb nicht das Ziel, ständig einen anderen Schläger einzufordern. Wenn sie mit einer vertrauten Lösung funktional werden kann, ist das wertvoll.

Meine Aufgabe als Golflehrer besteht darin, beiden Golfern die passende Tiefe an Lernerfahrung zu geben.

Dem einen kann ich mehr Möglichkeiten zum Vergleichen geben. Beim anderen kann ich über Fragen und einzelne Beispiele zunächst den Blick dafür öffnen, dass überhaupt unterschiedliche Lösungen existieren.

Das Unterrichtsziel ist also nicht, beiden dieselbe Aufgabe zu geben. Das Ziel ist, beiden eine Aufgabe zu geben, an der sie sinnvoll weiterlernen können.

Welche Lösungen seht ihr?

Golfer analysiert eine kurze Annäherung auf ein Grün und vergleicht flache und hohe Schlaglösungen im Golftraining.

Eine unserer ersten Situationen lag ungefähr 30 Meter vor dem Grün. Die Fahne war kurz gesteckt.

Ich hätte einfach sagen können: Nimm das Pitching Wedge, lande den Ball dort und spiele diesen Schlag.

Stattdessen begann die Aufgabe mit einer Frage:

Welche Lösungen seht ihr?

Eine hohe Variante war möglich. Ebenso ein flacher Schlag. Eine mittlere Lösung wirkte weniger attraktiv, weil der mögliche Landepunkt genau im Übergangsbereich zum Grün lag.

Bei der hohen Variante stellte sich sofort die nächste Frage: Wo müsste der Ball landen, damit der Schlag funktioniert?

Relativ kurz vor dem Grün. Und was passiert, wenn er dort nicht weiterläuft? Dann bleibt möglicherweise direkt der nächste Chip übrig.

Also wurde die flache Variante interessant.

Zuerst Eisen 7. Der Ball lief etwas zu weit. Danach Eisen 9.

Die Landepunkte waren ungefähr dort, wo wir sie erwartet hatten. Trotzdem geschah etwas Interessantes: Das trockene, kurz gemähte Kikuyu-Gras bremste die Bälle deutlich stärker als erwartet. Beide blieben vor dem Grün hängen.

Das war kein schlechter Unterrichtsmoment. Im Gegenteil.

Die Umgebung hatte uns neue Information gegeben.

Eine Lösung kann auf dem Papier plausibel erscheinen. Erst der echte Ball zeigt, ob unsere Einschätzung zur konkreten Umgebung passt.

Wenn ein Hindernis plötzlich Teil der Lösung wird

Golfer spielt eine kurze Annäherung auf ein Grün mit zwei Ebenen und lernt, die Welle im Grün zur Distanzkontrolle zu nutzen.

In einer weiteren Situation stand die Fahne auf einem höheren Plateau. Die naheliegende Lösung wäre ein höherer Schlag mit dem Sandwedge gewesen. Dann kam eine andere Frage:

Können wir die Welle zwischen den beiden Grünplateaus benutzen, um den Ball für uns abzubremsen?

Plötzlich war die Welle nicht mehr nur ein Problem. Der Ball sollte auf dem unteren Plateau landen, über die Welle laufen und dort Geschwindigkeit verlieren.

Mit dem Eisen 9 war die Flugbahn zu flach und der Ball lief zu weit. Das Pitching Wedge funktionierte deutlich besser. Gute Schläge mit dem PW kamen nahe am Ziel zur Ruhe.

Der interessante Teil war für mich nicht der Schlägerwechsel selbst. Der Golfer hatte begonnen, eine Form im Grün nicht nur als Hindernis, sondern als mögliche Hilfe zu betrachten.

Genau solche Veränderungen in der Wahrnehmung sind ein wichtiger Teil des Lernens.

Die Lösung verändert sich mit Distanz, Lage und Ziel

Zwei Golfer trainieren auf Capdepera Golf aus unterschiedlichen Positionen kurze Schläge zum Grün

Danach veränderten wir die Aufgaben weiter.

Mal lagen die Bälle ungefähr 20 Meter vor dem Grün, mal 15 Meter, mal nur fünf Meter. Die Fahnenpositionen änderten sich. Mal war ein Sandwedge attraktiv, mal ein Pitching Wedge, mal Eisen 9 oder sogar Eisen 8. Dabei ging es nicht darum, eine Liste zu lernen, welcher Schläger aus welcher Distanz „richtig“ ist. Wir wollten vergleichen.

Welche Lösung braucht den größeren Schwung? Welche erlaubt einen größeren Zielbereich? Welche Flugbahn reagiert aus dieser Lage günstiger? Und welche Lösung kann dieser Golfer heute mit ausreichend Kontrolle tatsächlich ausführen?

Besonders interessant wurde es, als der Golfer die Reaktion des Kikuyu-Grases selbst weiter untersuchen wollte. Er hatte sogar während der Mittagspause flache Schläge ausprobiert, weil ihn die starke Bremswirkung beschäftigte.

Bei der nächsten Aufgabe stellte sich deshalb die Frage: Was könnte passieren, wenn wir einen Schläger mit weniger Loft nehmen?

Er kam selbst auf die Idee, dass ein Eisen 8 einen flacheren Aufprallwinkel erzeugen und dadurch möglicherweise anders auf das Gras reagieren könnte.

Genau diese Art Denken wollen wir entwickeln.

Nicht: „Eisen 9 ist mein Chip-Schläger.“

Sondern: „Was könnte ich verändern, damit die Lösung in dieser Situation funktionaler wird?“

Variation kann sich im Golftraining nicht nur auf die Bewegung selbst beziehen. Sie kann auch darin bestehen, unterschiedliche Lösungen für dieselbe oder eine ähnliche Aufgabe auszuprobieren und zu vergleichen. Wie wir Bewegungsvariation gezielt als Lernaufgabe einsetzen, zeigen wir im Golf Learning Insight Warum wir im Training manchmal genau das Gegenteil der gewünschten Bewegung üben.

Eine andere Lage kann sogar die Aufgabe des Schlages verändern

Golfball liegt tief im Rough und zeigt, wie stark die Balllage die spielbare Schlaglösung beeinflusst

Nach einigen dieser Aufgaben stellte ich eine hypothetische Frage: Was wäre, wenn dieselben Bälle nicht vom Fairway, sondern aus dem Semirough gespielt werden müssten?

Die Antwort der Golfer war interessant.

Dann würde sich möglicherweise nicht nur der Schlag verändern. Vielleicht müsste sich sogar das Ziel verändern.

Die Fahne wäre dann nicht mehr automatisch das wichtigste Ziel. Den Ball sicher auf das Grün zu bringen, könnte bereits eine sehr gute Lösung sein.

Nicht nur Distanz und Fahnenposition bestimmen die Lösung. Die Balllage kann die gesamte Aufgabe verändern.

Eine Lösung sollte auch Platz für den normalen Fehler lassen

Zwei Golfer trainieren auf Capdepera Golf kurze Annäherungsschläge mit verschiedenen Schlägern und unterschiedlichen Lösungen

Auf einem anderen Grün tauchte eine Situation auf, die wir zwei Tage zuvor bereits in ähnlicher Form erlebt hatten. Wieder lag das eigentliche Ziel auf einem höheren Plateau. Wieder konnte eine Welle im Grün genutzt werden. Der Golfer griff zunächst zum Eisen 9, die Golferin wieder eher zum Sandwedge.

Jetzt kam eine weitere Information hinzu: die Streuung des Landepunktes.

Mit dem Eisen 9 musste der Ball relativ präzise nahe am Grünrand landen. Doch was passiert, wenn der Ball aufgrund normaler Streuung zwei oder drei Meter weiter fliegt?

Mit einem etwas höher loftigen Pitching Wedge konnten wir den geplanten Landepunkt weiter auf das Grün verschieben. Der Hang durfte danach einen Teil der Geschwindigkeit herausnehmen.

Diese Lösung enthielt mehr Fehlertoleranz. Eine funktionale Lösung braucht aber nicht nur den passenden Schläger und die passende Flugbahn. Auch der Ziel- beziehungsweise Landepunkt sollte so gewählt werden, dass die normale Streuung des Golfers berücksichtigt wird. Wie stark das die Planung eines kurzen Schlages verändern kann, zeigen wir im Golf Learning Insight Chippen: Wie Zielpunkt und Streuung die Schlagplanung verändern.

Das passt zu einem Gedanken, der in unserer Arbeit mit realen Platzsituationen und Spezialschlägen immer wieder auftaucht: Eine Lösung sollte nicht nur funktionieren, wenn der Golfer den perfekten Schlag produziert.

Dann wurde der Transfer sichtbar

Golferin trainiert einen kurzen Annäherungsschlag von einer ungleichmäßigen Balllage auf das Grün bei Capdepera Golf

Am Ende der Unterrichtssequenz spielten wir einen Chip auf ein Grün mit mehreren Bereichen und deutlichen Wellen. Der Ball musste zunächst auf dem Grün landen, über beziehungsweise durch das erste Plateau laufen und anschließend über eine Welle zur Fahne hinunterrollen.

Diesmal begann die Aufgabe nicht mit einem Schläger.

Zuerst beschrieben die Golfer das Grün: Plateaus, Wellen, Gefälle, mögliche Ballreaktionen und Bereiche, die wir benutzen konnten.

Dann geschah etwas, auf das ich gewartet hatte.

Beide erkannten eine ähnliche Situation wieder, die wir zwei Tage zuvor auf demselben Grün aus einer anderen Position gespielt hatten.

Die Golferin entschied sich für das Sandwedge.

Golfball nach einem Annäherungsschlag auf dem Grün nahe der Fahne bei Capdepera Golf

Gemeinsam definierten wir diesmal nicht nur einen Landepunkt. Entscheidend war auch, mit welcher Geschwindigkeit der Ball an der Welle ankommen sollte, damit das Grün anschließend einen Teil der Arbeit übernimmt und den Ball Richtung Fahne transportiert.

Sie führte den Schlag sehr gut aus.

Der Ball lag direkt neben der Fahne.

Die Freude war entsprechend groß.

Für mich war aber etwas anderes noch wichtiger:

Am Anfang hatten wir gefragt: „Welche Lösungen seht ihr?“ Am Ende begannen die Golfer, ähnliche Lösungen selbst wiederzuerkennen.

Verbindung zum Golf Learning System

PGA Golf Professionals Michel Monnard und Tobias Widmer auf dem Golfplatz

Genau hier greifen verschiedene Bereiche unseres Golf Learning Systems ineinander.

Technische Fähigkeiten bleiben wichtig. Aber der Golfer muss zusätzlich lernen, relevante Informationen zu erkennen, unterschiedliche Lösungen wahrzunehmen, Schläger und Flugbahnen zu vergleichen, Landepunkte einzuschätzen, Bodenreaktionen zu berücksichtigen und die eigene aktuelle Fähigkeit realistisch einzubeziehen.

Für weniger entwickelte Golfer kann eine stabile Standardlösung zunächst genau richtig sein. Mit zunehmender Entwicklung können wir die Aufgaben erweitern und mehr Variation zulassen.

Dadurch entstehen zwei wichtige Möglichkeiten: Der Golfer kann sich besser an wechselnde Bedingungen anpassen und aus mehreren funktionalen Lösungen jene auswählen, die in der konkreten Situation weniger Risiko enthält.

Was Ecological Dynamics damit zu tun hat

Kurzspiellösungen vergleichen – PW und Eisen 9

Hinter solchen Unterrichtssituationen steckt eine Lernidee, die in der Bewegungsforschung unter anderem mit Ecological Dynamics und dem Constraints-Led Approach beschrieben wird.

Dabei geht es vereinfacht gesagt darum, dass ein Golfschlag nicht losgelöst von seiner Umgebung gelernt wird. Der Golfer versucht immer, eine konkrete Aufgabe unter bestimmten Bedingungen zu lösen.

Im kurzen Spiel bedeutet das zum Beispiel: Eine Fahne steht an einer bestimmten Stelle. Der Ball liegt auf einem bestimmten Untergrund. Das Grün steigt an oder fällt ab. Eine Welle kann den Ball bremsen. Der Golfer verfügt über verschiedene Schläger und kann bestimmte Flugbahnen besser oder schlechter kontrollieren.

Aus all diesen Informationen entsteht die Frage: Welche Lösung funktioniert für diesen Golfer in genau dieser Situation?

Vereinfacht betrachtet entsteht eine funktionale Lösung deshalb aus dem Zusammenspiel von Golfer, Aufgabe und Umgebung.

Markierter Studienauszug zur Anpassung und Variabilität im Golftraining durch veränderte Aufgabenbedingungen und Constraints.

Verändert sich nur ein Teil davon, beispielsweise die Distanz, die Balllage, der Boden, die Fahnenposition, die Grünform oder die Fähigkeiten des Golfers, kann eine andere Lösung sinnvoll werden.

Genau das haben wir in dieser Unterrichtseinheit immer wieder erlebt. Der gleiche Schläger konnte in einer Situation gut funktionieren und wenige Minuten später weniger passend sein. Eine Welle im Grün konnte zunächst wie ein Problem aussehen und später Teil der Lösung werden. Und eine Balllage konnte sogar verändern, ob die Fahne überhaupt noch das sinnvollste Ziel war.

Der Constraints-Led Approach nutzt solche Veränderungen gezielt im Training. Statt immer nur denselben Schlag unter denselben Bedingungen zu wiederholen, können Aufgaben so verändert werden, dass der Golfer Informationen wahrnehmen, Lösungen ausprobieren und seine Entscheidung an die Reaktion des Balles anpassen muss.

Dabei bedeutet das nicht, dass jeder Golfer möglichst viele Varianten spielen muss. Für einen weniger entwickelten Golfer kann eine verlässliche Standardlösung zunächst genau richtig sein. Ein weiter entwickelter Golfer kann dagegen mit mehr Variation konfrontiert werden und unterschiedliche Lösungen vergleichen.

Quelle: Distance and Slope Constraints: Adaptation and Variability in Golf Putting. Die Studie untersucht, wie erfahrene Golfer ihre Bewegung an unterschiedliche Distanzen und eine zusätzliche Hanglage anpassen. Die Autoren zeigen, dass veränderte Aufgabenbedingungen unterschiedliche Anpassungen hervorrufen können und diskutieren daraus praktische Anwendungen für variable Trainingsbedingungen.

Ecological Dynamics hat unseren Unterricht nicht plötzlich neu erfunden. Vieles davon machen wir seit Jahren über Fragen, unterschiedliche Aufgaben, Beobachtung und eigenständige Lösungsfindung. Die Forschung gibt uns aber einen zusätzlichen theoretischen Rahmen und eine präzisere Sprache dafür, warum solche Lernerfahrungen sinnvoll sein können.

Monnard Widmer Coaching Insight Logo als grafisches Symbol für strategischen Golfunterricht und Unterrichtseinblicke

Monnard Widmer Coaching Insight

Gutes Golftraining gibt dem Golfer nicht nur mehr Antworten. Es hilft ihm, bessere Informationen zu sehen und daraus selbst funktionale Lösungen zu entwickeln.

Continua leyendo

Nicht jeder schlechte Schlag ist ein Technikproblem

Nicht jeder schlechte Schlag ist ein Technikproblem

Ein schlechtes Ergebnis im Golf ist noch keine Diagnose. Ein Praxisbeispiel aus dem Bunker zeigt, warum wir zuerst die Fehlerursache analysieren und erst danach entscheiden, ob Technik, Wahrnehmung, Entscheidung oder eine andere Ebene verändert werden sollte.

Leer mas
Warum Stabilisierung im Golftraining nicht in einer geraden Linie verläuft

Warum Stabilisierung im Golftraining nicht in einer geraden Linie verläuft

Stabilisierung im Golftraining verläuft selten in einer geraden Linie. Ein Praxisbeispiel aus einer fünftägigen Kurswoche zeigt, warum Wiederholung, Variation und Vereinfachung unterschiedliche Funktionen erfüllen – und wie der nächste Lernschritt aus der Reaktion des Golfers entsteht.

Leer mas
Ein guter Schlag macht eine schlechte Entscheidung nicht gut

Ein guter Schlag macht eine schlechte Entscheidung nicht gut

Ein sehr gut ausgeführter Golfschlag kann eine vorherige Entscheidung im Nachhinein besser erscheinen lassen, als sie tatsächlich war. Dieser Gedanke aus dem Unterricht zeigt, warum wir Entscheidung, Ausführung und Ergebnis im Golf bewusst voneinander trennen.

Leer mas
ClubfittersHarold SwashPGA LogoPGA ProfessionalTPI CertifiedTPI Junior