Wie aus einem guten Golfschlag eine Fehlerkette entstehen kann

Michel Monnard

Michel Monnard

|

29/08/2026

Warum Schlagplanung, Sicherheitsmargen und die Vorbereitung des nächsten Schlages genauso wichtig sein können wie die technische Ausführung.

Golferin am Damenabschlag von Loch 18 auf Capdepera Golf vor einem Driver-Schlag.

Ein sehr gut getroffener Golfschlag kann der Anfang einer sehr schlechten Geschichte sein.

Genau das ist in dieser Woche im Unterricht passiert.

Eine Golferin traf ihren Driver vom Damenabschlag sehr gut. Angesichts der angespannten Lage aufgrund der visuell verfügbaren Information war das ein fantastischer Abschlag. Der Ball flog etwas weiter links als geplant, prallte an einer rückwärtigen Steinbegrenzung ab und kam wieder im Semirough zur Ruhe.

Der Schlag selbst war weit und innerhalb der Streubreite für einen guten Driverschlag.

Der Ball kam aufgrund des langen Schlages auf der hinteren Fairwayseite im Semirough zur Ruhe.

Die eigentliche Fehlerkette begann erst danach.

Wenn die Alarmglocken nicht angehen

Die Golferin ließ ihr Golfbag ungefähr 20 Meter entfernt stehen und ging zunächst nur zum Ball, um ihn zu identifizieren. Schon an dieser Stelle war die Situation deutlich komplizierter, als sie auf den ersten Blick wirkte.

Golferin plant an Loch 18 auf Capdepera Golf einen zweiten Schlag aus dem Semirough mit einem Fairwayholz zwischen mehreren Hindernissen.

Der Ball lag im Semirough, und die Balllage spielte ihr nicht gerade in die Karten. Nicht unspielbar, aber auch alles andere als ideal.

Links stand ein Johannisbrotbaum, rechts ein Olivenbaum. Dazwischen blieb eine mögliche Spiellinie – ein Spielfenster. Und so ein Fenster zieht bei fast jedem Golfer sofort die ganze Aufmerksamkeit an wie ein schwarzes Loch, das Licht und Materie verschluckt.

Dabei lagen direkt dazwischen noch zwei Fairwaybunker. Rechts zog sich über die gesamte Lochlänge eine rote Penalty Area entlang, links lagen der Parkplatz und die Aus-Grenze. Dazu fiel das Fairway nach rechts ab, sodass auch der weitere Ballverlauf berücksichtigt werden musste. Phew.

Top Arbeit vom Golfplatz-Architekten. Er hat eine wunderschöne natürliche Situation geschaffen und dem Golfer der den Abschlag auf die linke Fairwayseite spielt ganz nebenbei ein kleines strategisches Minenfeld hingestellt.

Kein Wunder, dass normale Menschen ein Leben haben und Golfer während einer Runde manchmal fünf brauchen.

Trouble everywhere – nur nicht in der Mitte des Fairways.

Nicht nur ihr Kopf musste jetzt arbeiten. Meiner auch.

In meinem Kopf liefen gleichzeitig mehrere Fragen ab: Was schaut sie zuerst an? Erkennt sie die Mitte des Fairways als möglichen sicheren Bereich? Wie stark gewichtet sie diesen Bereich in ihrem Entscheidungsprozess? Nimmt sie die gesamte Komplexität der Situation wahr – oder nur das Hindernis, das ihr gerade am auffälligsten erscheint? Blendet sie vielleicht alles um die Mitte des Fairways herum aus und betrachtet die Situation bereits mit einer Art Tunnelblick?

Die Golferin schaute fragend zu mir. Ich gab ihr nur ein Grinsen und sagte bewusst nichts, weil ich sehen wollte, welche Informationen sie selbst wahrnimmt und welche Entscheidung daraus entsteht.

Sie ging zurück zu ihrem Bag und holte das Holz 9, das sie normalerweise für längere Fairwayschläge nutzt. Ihr blieben ja noch ungefähr 175 Meter bis zum Grünanfang.

Damit wurde etwas sichtbar, das wir im Unterricht sehr häufig beobachten:

Der Schläger wird gewählt, bevor die Aufgabe des Schlages vollständig geklärt ist.

Der Schläger kommt eigentlich ganz am Schluss

Blick über Loch 18 von Capdepera Golf mit Fairwaybunkern, Johannisbrotbäumen und Olivenbaum als strategische Hindernisse.

Eigentlich müsste die Reihenfolge umgekehrt sein.

Zuerst muss die Situation gelesen werden, um daraus abzuleiten, was das Ziel des nächsten Schlages ist. Mit dem Ziel meine ich nicht wohin der Ball fliegen soll, sondern was die Aufabe des Schlage ist.

Erst dann entsteht ein Zielbereich mit Sicherheitsmargen in alle Richtungen. Dieser Zielbereich braucht einen passenden Landepunkt und eine realistische Ausrolllänge. Daraus ergibt sich wiederum, welche Ballflughöhe sinnvoll ist. Und erst ganz am Ende steht die Schlägerwahl: Welcher Schläger kann genau diese Aufgabe lösen?

Wie stark Zielwahl, Risiko und Fehlertoleranz miteinander verbunden sind, zeigen wir ausführlicher in unserem Beitrag über Fehlerketten und Golfstrategie auf dem Platz.

Situation lesen > Aufgabe des Schlages bestimmen > Zielbereich mit Sicherheitsmargen festlegen > Landepunkt und Ausrolllänge einschätzen > Ballflughöhe bestimmen > Schläger wählen.

Lesen Sie diesen Absatz ruhig noch einmal und stellen Sie sich die Reihenfolge bildlich vor. Nicht einfach darüber hinweglesen. Genau hier liegt ein wichtiger Lernmoment.

Und dann kam noch ein kleines Detail hinzu, das den weiteren Ablauf stärker beeinflusste, als man zunächst denken würde. Lieber Leser, wissen Sie, welches Problem?

Das Golfbag stand zu weit entfernt, um einfach nochmals einen anderen Schläger zu holen oder ständig wechseln zu können. Die Golferin war sichtbar hin- und hergerissen. Noch einmal zurückgehen und neu überlegen? Oder jetzt mit dem Holz 9 weiterspielen? Gleichzeitig entstand das Gefühl, dass die Zeit davonläuft.

Genau solche Situationen beobachten wir ständig. Zeitdruck, viele gleichzeitig zu verarbeitende Informationen und eine noch nicht vollständig entwickelte Entscheidungsroutine können dazu führen, dass plötzlich eine schnelle Lösung gewählt wird.

Dabei kann der gesamte Kontext in den Hintergrund geraten: Balllage, Umgebung, Gefahren, Hanglage, Grashöhe, gewünschte Endposition und die Frage, was der nächste Schlag überhaupt leisten soll.

Manche Golfer reagieren in solchen Momenten instinktiv offensiv und wollen möglichst viel Distanz gewinnen. Weil Par 5. Andere werden sehr defensiv und wollen den Ball nur noch irgendwie aus der Situation herausbekommen. Weil Gefahr überall.

Was am Ende geschieht, hängt stark davon ab, wo der Golfer in diesem Moment den Schwerpunkt seiner Aufmerksamkeit setzt.

Sieht er vor allem die Länge des Lochs? Die Gefahr? Das sichtbare Spielfenster? Oder den sicheren Zielbereich?

Genau diese Gewichtung beeinflusst die Entscheidung oft stärker, als dem Golfer selbst bewusst ist.

Warum ich manchmal bewusst nichts sage

Golfanfänger trainiert auf Loch 13 von Capdepera Golf die Schlagplanung in einer für Neugolfer anspruchsvollen Spielsituation.

Bei Einsteigern steuere ich die Aufmerksamkeit deutlich stärker. Ich sage ihnen aber möglichst nicht einfach, was sie tun sollen. Stattdessen versuche ich, den Fokus mit Fragen auf die entscheidenden Informationen zu lenken und den Golfer innerhalb dieses Rahmens selbst entscheiden zu lassen.

Zum Beispiel frage ich: „Kannst du hier einen Ball verlieren, wenn etwas schiefgeht?“

Wenn die Antwort Ja lautet, folgt die nächste Frage:

„Welcher wäre denn der sicherste Bereich, den du anspielen könntest?“

So entsteht die Entscheidung nicht als Anweisung von mir. Der Golfer trifft sie selbst, wird aber durch meine Fragen dorthin geführt.

Fortgeschrittener Golfer plant zwischen Bäumen einen flachen 50-Meter-Annäherungsschlag auf das erhöhte Grün 12 von Capdepera Golf.

Bei fortgeschrittenen Golfern mache ich es häufig genau umgekehrt. Ich lasse sie zunächst selbst wahrnehmen, planen und entscheiden. Erst danach analysieren wir gemeinsam, wie dieser Entscheidungsprozess abgelaufen ist, welche Informationen erkannt wurden und was möglicherweise übersehen oder falsch gewichtet wurde.

Denken Sie dabei daran: Wir nutzen den Golfplatz als Lehrer.

Es gibt viele Momente im Unterricht, in denen ich aktiv helfe und führe. Aber es gibt genauso wichtige Momente – besonders bei Schlagplanung und Situationserkennung, in denen ich bewusst nichts sage. Denn manchmal lernt ein Golfer mehr daraus, eine Entscheidung selbst zu treffen und ihre Folgen zu erleben, als daraus, wenn ich ihm die richtige Lösung vorher verrate.

Genau diese Verbindung zwischen Technik, Training, Entscheidungen und Transfer auf den Golfplatz beschreiben wir ausführlicher in unserem Beitrag Wie Golfer wirklich besser werden.

Die Golflehrer Michel Monnard und Tobias Widmer von der Golfschule Mallorca gemeinsam auf dem Golfplatz.

Für einen aufmerksamen Golflehrer sind solche Momente Gold wert. Sie zeigen, wo der Unterricht neben dem reinen Schlagen, das natürlich weiterhin wichtig bleibt, stärker in Richtung Schlagplanung, Wahrnehmung und Entscheidungsfindung gehen muss.

Wenn die Alarmglocken nicht bereits auf dem Weg zum Ball angehen und der Golfer dort nicht beginnt, Informationen zu sammeln und mögliche Lösungen vorzubereiten, muss am Ball plötzlich unter Zeitdruck eine Entscheidung aus dem Hut gezaubert werden.

Ich bin für solche Situationen im Unterricht ausgesprochen dankbar. Sie helfen uns, den Unterricht ständig qualitativ anzupassen und genau jene Ebenen des Golfspiels sichtbar zu machen, die auf der Scorekarte später große Auswirkungen haben können.

Wer ein besserer Golfer werden will, muss nicht nur besser schlagen. Er muss auch besser wahrnehmen, planen und entscheiden lernen.

Sonst liegt das gesamte Gewicht einer Handicapverbesserung auf der Schlagqualität, obwohl ein Teil der verlorenen Schläge möglicherweise an ganz anderer Stelle entsteht.

Und damit zurück zur Situation.

Es wird noch spannender.

Eine schwierige Situation wird noch schwieriger

Nach dem guten Driver lag der Ball zwar noch im Spiel, aber die Situation verlangte bereits deutlich mehr Aufmerksamkeit.

Mit dem Holz 9 hätte nicht nur geklärt werden müssen, ob der Ball an den Hindernissen vorbeikommt. Entscheidend war auch, wie weit er fliegen darf, wie viel Rollweg aus dieser Balllage in Kombination mit diesem Schläger zu erwarten ist und welcher Endbereich mit normaler Fehlertoleranz noch akzeptabel wäre.

Der Ball flog zu weit und rollte anschließend natürlich ebenfalls zu weit. Er endete in der Penalty Area rechts.

Aus einer Lage, die nach einem sehr guten Abschlag mit einem Eisen noch kontrollierbar gewesen wäre, war die nächste Aufgabe bereits deutlich schwieriger geworden.

Jetzt wird aus einem Problem eine Fehlerkette

Nach dem Strafschlag wurde der Ball gedroppt. Mit einem Eisen 7 wollte die Golferin den Ball wieder zurück ins Spiel bringen. Wegen eines Baumes musste die Linie in Richtung Clubhaus-Terrasse gewählt werden.

Auch hier entstand ein typisches Planungsproblem. Der Punkt, an dem der Ball am Ende liegen sollte, wurde praktisch wie der Landepunkt geplant. Bei der relativ flachen Flugkurve des Eisen 7 kam nach der Landung jedoch noch deutlicher Rollweg hinzu. Der Ball lief bis an die Mauer der Clubhaus-Terrasse. Das eigentliche Problem war damit nicht gelöst. Es hatte lediglich seine Form verändert.

Fast schon Schach

Golferin nach einem Drop im Semirough von Loch 18 auf Capdepera Golf bei der Planung eines Recovery-Schlages nahe der Clubhaus-Terrasse.

Von der neuen Position musste erneut entschieden werden.

Rechts zurück auf das Fairway mit dem Risiko der Penalty Area auf der anderen Seite des Fairways? Links am Baum vorbei mit etwas mehr Platz für einen etwas zu langen Schlag? Welche Linie lässt genügend Platz für einen möglichen Fehler? Und welche Position bleibt danach für den nächsten Schlag?

Die Golferin entschied sich für die linke Variante über beziehungsweise an den Schilfstauden vorbei.

Der Ballkontakt aus der schwierigen Semirough-Lage war nicht gut genug. Der Ball blieb zu kurz und direkt beim Schilfbusch liegen.

Die Fehlertoleranz war jetzt fast vollständig verschwunden.

Schachmatt

Golferin mit Golfball direkt an einem Schilfbusch nach mehreren schwierigen Entscheidungen auf Loch 18 von Capdepera Golf.

Der Ball lag nun direkt am Schilfbusch. Die Bewegung war stark eingeschränkt, die Situation unangenehm und die Fehlertoleranz praktisch verschwunden.

Beim Versuch, den Ball endlich wieder in eine spielbare Position zu bringen, wurde er mit der Spitze getroffen und verschwand im Schilf.

Schachmatt.

Das Loch wurde gestrichen.

Genau so entstehen Fehlerketten

Solche Situationen erleben wir im Golfunterricht immer wieder. Und genau deshalb ist es zu einfach, eine solche Serie nur als mehrere schlechte Golfschläge zu betrachten.

Die Kette kann viel früher beginnen:

Situation nicht vollständig erkannt > ungeeignete Lösung > schwierigere nächste Position > kleinere Fehlertoleranz > nächster Fehler > noch schwierigere Position.

Mit jedem Schritt wird der Raum für einen normalen Fehler kleiner.

Viele Golfer merken erst sehr spät, dass eine Situation bereits kritisch geworden ist. Im Strategy Lab versuchen wir deshalb genau diese Alarmglocken früher zu entwickeln. Ein weiteres reales Unterrichtsbeispiel dafür zeigen wir im Artikel Golfstrategie im Golfunterricht: wie wir Fehlerketten auf dem Platz sichtbar machen.

Der erste Fehler war nicht der Golfschlag

Lochgrafik von Loch 18 auf Capdepera Golf mit eingezeichnetem Schlagverlauf und verschiedenen Positionen einer Fehlerkette.

Der Driver war sehr gut getroffen. Auch später waren nicht alle Probleme rein technischer Natur.

Entscheidend waren unter anderem Situationserkennung, Aufgabenklärung, Schlägerwahl, Zielbereich, erwartete Flughöhe, Landepunkt, Rollweg, Sicherheitsmarge, Qualität der Balllage und die Vorbereitung der nächsten Position.

Genau deshalb reicht der klassische Ratschlag „spiel einfach sicher“ häufig nicht aus. Der Golfer muss lernen, wie eine sichere Lösung überhaupt entsteht. Ein besonders sichtbares Beispiel war in diesem Fall die Verbindung von Landepunkt und Endpunkt. Wenn ein Ball nach der Landung noch deutlich rollt, kann der gewünschte Endpunkt nicht gleichzeitig der geplante Landepunkt sein.

Der Golfer muss die Aufgabe vom gewünschten Ergebnis rückwärts denken:

  • Wo soll der Ball am Ende liegen?
  • Wie viel Rollweg ist mit diesem Schläger, dieser Flugbahn und dieser Balllage wahrscheinlich?
  • Wo muss der Ball deshalb zuerst landen?
  • Wie flach / hoch soll der Ball fliegen um den Landepunkt und das Ausrollprofil zu erfüllen?

Dieser Unterschied klingt einfach. Auf dem Golfplatz kann er aber darüber entscheiden, ob ein Recovery-Schlag das Problem beendet oder direkt das nächste erzeugt.

Und genau hier zeigt sich die Verbindung zu unserem Golf Learning System: Ein Ergebnis wird nicht nur über die technische Bewegung erklärt. Wir betrachten den gesamten Prozess, der zu diesem Ergebnis geführt hat.

Nach der Runde begann der eigentliche Lernprozess

Golfer auf dem Weg zum nächsten Abschlag auf Capdepera Golf als Beispiel für frühe Situationserkennung und Informationssammlung.

Nach der Runde haben wir ungefähr 30 Minuten gebraucht, um dieses eine Loch gemeinsam auseinanderzunehmen.

Dabei ging es nicht darum, der Golferin im Nachhinein einfach zu sagen, was sie hätte anders machen sollen.

Wir wollten verstehen, an welchen Stellen die Fehlerkette entstanden war und welche Informationen beim nächsten Mal früher wahrgenommen werden müssen. Ein weiterer Punkt war die Nutzung moderner Technologie um den Planungsprozess zu unterstützen. Logischerweise gibt es immer Golfer die während der Runde kein Mobiltelefon in der Halt halten wollen, dann wäre der richtige Weg die Vorabplanung und die Vorbereitung zwischen Grün und Abschlag und zwischen Abschlag und dem Weg zum Ball.

Dazu gehörten unter anderem ein bevorzugter Zielbereich vom Abschlag welcher die Streuung einplant, Alternativen aus dem Semirough, relevante Rollwege und Bereiche, in denen ein normaler Fehler noch akzeptabel bleibt.

Genau solche Situationen zeigen, warum Schlagplanung auf dem Golfplatz gelernt und nicht nur theoretisch erklärt werden kann.

Ähnlich ist es bei realen Platzsituationen und Spezialschlägen: Wissen über eine mögliche Lösung ist nur der Anfang. Der Golfer muss sie wahrnehmen, auswählen, ausprobieren, das Ergebnis bewerten und daraus für die nächste Situation lernen.

Der Golfplatz wird zum Lehrer

Auszug aus Kapitel 1 des Strategy Lab Handbuchs über technische und nicht-technische Ursachen von Fehlern im Golf.

Solche Unterrichtssituationen sind für uns besonders wertvoll, weil die Theorie plötzlich sichtbar wird.

Eine Golferin kann verstanden haben, dass sie Risiken berücksichtigen, den nächsten Schlag vorbereiten und mit Sicherheitsmargen planen sollte. Ob dieses Wissen im eigenen Spiel verfügbar ist, zeigt sich aber erst in einer realen Situation.

Deshalb muss der Golfplatz während des Lernens für einen Moment einen Teil seines kompetitiven Charakters verlieren.

Der Golfer muss ausprobieren dürfen. Fehler machen. Mit dem Golflehrer darüber sprechen. Verstehen, was passiert ist. Eine andere Lösung planen. Nochmals ausprobieren.

Genau in diesem Kreislauf beginnt sich Wissen zu einer nutzbaren Fähigkeit zu entwickeln.

Logo der Rubrik „Golfschüler-Sprüche“ mit lachendem Golfer, Golfschläger und Golfball.

„Wenn ‘No risk no fun’ nicht funktioniert, hab ich einen schlechten Tag.“

So fasste die Golferin ihre bisherige Strategie später mit einem Augenzwinkern selbst zusammen.

Vielleicht ist manchmal nicht das Golfuniversum schuld. Vielleicht haben wir dem nächsten Schlag einfach zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Monnard Widmer Coaching Insight Logo als grafisches Symbol für strategischen Golfunterricht und Unterrichtseinblicke

Monnard Widmer Coaching Insight

Eine Fehlerkette kann jederzeit beginnen. Oft entsteht sie dann, wenn eine schwierige Situation nicht zurück in Stabilität führt, sondern den Ball direkt in das nächste Problem schickt.

Sie treffen den Ball – aber verlieren auf dem Platz trotzdem zu viele Schläge?

Schlagplanungsdokument mit Verarbeitungsebenen für Basisinformationen, Risiko, Kontext und High Attention sowie den Zielen eines Golfschlags.

Dann liegt der nächste Entwicklungsschritt möglicherweise nicht nur in einer weiteren technischen Veränderung.

Im Golfunterricht auf Mallorca arbeiten wir deshalb nicht nur an Schwung und Treffpunkt, sondern auch an Schlagplanung, Situationserkennung, Zielwahl, Sicherheitsmargen und den Entscheidungen, die auf dem Golfplatz tatsächlich Schläge kosten oder sparen können.

Gerade für Golfer, die den Ball bereits mehr oder weniger zuverlässig spielen können, wird es oft besonders interessant, wenn wir gemeinsam herausfinden, wo die nächsten vermeidbaren Schläge wirklich entstehen.

Wenn Sie Ihr Golfspiel nicht nur technisch verbessern, sondern auf dem Platz insgesamt besser verstehen und einsetzen möchten, melden Sie sich doch über unser Anfrageformular und lassen Sie uns die Möglichkeiten für Golfunterricht und Golfkurse bei uns auf Mallorca erkunden.

[booking-button]

Continua leyendo

Wie wird aus einer technischen Veränderung eine anpassbare Fähigkeit?

Wie wird aus einer technischen Veränderung eine anpassbare Fähigkeit?

Eine technische Veränderung kann schnell gelingen. Ob daraus eine stabile Fähigkeit wird, zeigt sich jedoch erst, wenn der Golfer die Lösung versteht, bewusst verändern und unter wechselnden Aufgaben wiederholt einsetzen kann. Dieser Golf Learning Insight zeigt den Weg vom ersten Messwert bis zur überprüfbaren Stabilisierung im Practice Lab.

Leer mas
Kurzspiel lernen heißt nicht nur Technik lernen, sondern Lösungen finden

Kurzspiel lernen heißt nicht nur Technik lernen, sondern Lösungen finden

Kurzspiel ist mehr als Technik. Eine reale Unterrichtseinheit zeigt, wie Golfer lernen, Lage, Grün, Ballreaktion und eigene Fähigkeiten für bessere Lösungen zu nutzen.

Leer mas
Warum wir beim Chippen nicht den perfekten Schlag planen

Warum wir beim Chippen nicht den perfekten Schlag planen

Beim Chippen sollte der Zielpunkt nicht nur zum perfekten Schlag passen. Dieser Golf Learning Insight zeigt anhand einer realen Unterrichtssituation, warum auch die normale Kurz-Lang-Streuung des Golfers Teil der Schlagplanung sein muss.

Leer mas
ClubfittersHarold SwashPGA LogoPGA ProfessionalTPI CertifiedTPI Junior