Handicap 7: Warum gute Golfer mehr als einen guten Schwung brauchen

Michel Monnard

Michel Monnard

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01/11/2026

Fünf Tage Golfunterricht mit einem talentierten Nachwuchsgolfer zeigen, wie technisches Verständnis, gezieltes Training und gute Entscheidungen zusammenspielen.

Junger Golfer beim Eisenschlag auf der Driving Range von Capdepera Golf mit FlightScope-Mevo+-Launch-Monitor.

Ein 18-jähriger Golfer mit Handicap 7, hervorragenden koordinativen Fähigkeiten und erstaunlich wenig Zeit für Golf. Das war die Ausgangssituation einer besonders interessanten Unterrichtswoche auf Capdepera Golf.

Der junge Golfer ist Leistungssportler im Skisport. Sein schulischer und sportlicher Alltag lässt ihm nur wenig Zeit, um Golf zu spielen und zu trainieren. Trotzdem hat er bereits ein beachtliches Spielniveau erreicht.

Was mich während unserer fünf gemeinsamen Unterrichtstage besonders beschäftigte, war die Frage, wie gut er seine eigenen Fähigkeiten tatsächlich verstand.

Er konnte viele anspruchsvolle Schläge ausführen. Aber weshalb sie funktionierten, woher bestimmte Fehler kamen und welche Möglichkeiten er hatte, seine Bewegungen bewusst zu verändern, war ihm nicht immer klar.

Das ist unter seinen Voraussetzungen keineswegs überraschend. Wer nur wenig Zeit für Golf hat, konzentriert sich verständlicherweise zunächst auf das, was unmittelbar sichtbar ist: Bälle schlagen, pitchen, chippen, putten und möglichst gut spielen.

Die systematische Auseinandersetzung mit Ballflug, Bewegungskoordination, Fehleranalyse oder Schlagplanung kommt dabei häufig zu kurz.

Ein gutes Handicap zeigt, welches Spielniveau ein Golfer erreicht hat. Es sagt aber nicht automatisch aus, wie gut er sein eigenes Spiel versteht oder wie selbstständig er es weiterentwickeln kann.

Ein außergewöhnlich motivierter und coachbarer Spieler

Golfer mit Eisen und pinken Alignment-Sticks beim Training der Schlagflächenkontrolle und Schwungrichtung auf der Driving Range.

Bevor ich auf die technischen und strategischen Inhalte eingehe, möchte ich eine Eigenschaft hervorheben, die unsere Zusammenarbeit besonders angenehm machte: seine außergewöhnliche Coachbarkeit.

Damit meine ich nicht, dass er einfach alles umsetzte, was ich ihm sagte.

Er hörte aufmerksam zu, stellte Fragen, versuchte Informationen zu verarbeiten und wollte Zusammenhänge wirklich verstehen. Vor allem interessierte ihn, was eine neue Information für seine eigene Bewegung und sein Golfspiel bedeutete.

Seine Motivation, sein Humor und seine positive Einstellung waren während der gesamten Woche spürbar. Auch die Unterstützung seiner Eltern ermöglicht ihm, seine sportlichen Interessen mit großer Begeisterung zu verfolgen.

Seine Erfahrungen aus dem Leistungssport waren deutlich erkennbar. Er wusste, dass Fortschritte nicht selbstverständlich sind, sondern erarbeitet werden müssen.

Nothing is ever given. Everything is earned.

Diese Haltung war eine ausgezeichnete Grundlage für die Aufgaben, die wir uns vorgenommen hatten.

Fünf Tage Unterricht: Technische Probleme lösen und Zusammenhänge verstehen

Ballflugdiagramm eines Handicap-7-Golfers mit unterschiedlichen Schlagrichtungen und Flugkurven, die den Trainingsbedarf bei der Richtungskontrolle zeigen.

Während fünf Tagen mit insgesamt 15 Unterrichtsstunden wollten wir dort technische Probleme lösen, wo bestehende Bewegungsmuster die Ausführung bestimmter Schläge erschwerten.

Gleichzeitig wollte ich ihm helfen, seine bereits vorhandenen und neu entwickelten Fähigkeiten besser zu verstehen, bewusster einzusetzen und durch zusätzliche technische und konzeptionelle Informationen zunehmend selbstständig weiterzuentwickeln.

Wir beschäftigten uns unter anderem mit seinem Ball-Boden-Kontakt, seiner Richtungskontrolle, unterschiedlichen Pitching-Distanzen und der Schlagplanung auf dem Golfplatz.

Bei jedem dieser Themen stellte sich dieselbe Frage: Welche Informationen und welche praktischen Aufgaben benötigt er, um den nächsten Entwicklungsschritt machen zu können?

Manchmal war eine technische Erklärung notwendig. Manchmal mussten wir eine Bewegung verändern. In anderen Situationen ging es darum, etwas auszuprobieren, die Auswirkungen zu beobachten und daraus eigene Schlussfolgerungen zu ziehen.

Ball-Boden-Kontakt: Warum wir mit dem Eisen 6 in den Fairwaybunker gingen

Zwei Aufnahmen eines Golfers zu Beginn und am Ende einer Unterrichtswoche zeigen unterschiedliche Oberkörperpositionen beim Eisenschlag.

Zum Bild links: Die beiden Aufnahmen zeigen unterschiedliche Momente rund um den Ballkontakt. Auch bei Videoaufnahmen mit 240 Bildern pro Sekunde lässt sich der exakte Treffmoment nicht immer festhalten.

Der Vergleich ist deshalb keine exakte Bewegungsmessung. Dennoch lässt sich erkennen, dass sich seine Oberkörperposition im Verlauf der Woche verändert hat. Besonders die deutlichere Verlagerung nach vorne entspricht der technischen Entwicklung, an der wir gearbeitet haben.

Eine unserer technischen Aufgaben war, seinen Ball-Boden-Kontakt zu verbessern. Gelegentlich traf er den Boden zu früh oder den Ball zu dünn.

Ab Mitte der Woche verlegten wir deshalb täglich einen kurzen Teil unseres Trainings in den Fairwaybunker. Dort spielte er längere Schläge mit einem Eisen 6.

Die Aufgabe war anspruchsvoll: Er musste den Ball zuerst treffen und anschließend den Sand. Ein zu früher Bodenkontakt machte sich unmittelbar bemerkbar.

Dabei sollte er herausfinden, wie er den Ball mit seinem Oberkörper besser decken und seine Bewegung entsprechend anpassen konnte.

Der Vergleich zwischen Anfang und Ende der Woche zeigt eine Veränderung seiner Oberkörperposition in der abgebildeten Schlagphase.

Interessant ist dabei weniger die einzelne Körperposition als der Weg dorthin: Wir nutzten eine konkrete Schlagaufgabe, um eine technische Veränderung zu erarbeiten.

Die Bewegung sollte nicht einfach anders aussehen. Sie sollte ihm helfen, den Ball-Boden-Kontakt zuverlässiger zu kontrollieren.

Ob sich diese Veränderung langfristig stabilisiert, wird sich erst im weiteren Training zeigen.

Ein Fade, zwei Wege und eine wichtige Erkenntnis

Drei Alignment-Sticks auf der Driving Range zeigen die unterschiedlichen Richtungen von Ziellinie, Schlagfläche und Schwungweg beim Fade.

Ein besonders interessantes Beispiel war seine Richtungskontrolle.

Er spielte bereits einen Fade, hatte sich diesen Ballflug jedoch weitgehend über sein Bewegungsgefühl erarbeitet. Die technischen Zusammenhänge zwischen Schlagfläche, Schwungweg, Ausrichtung und Ballposition waren ihm nur wenig bekannt.

Bisher richtete er sich relativ gerade zum Ziel aus. Den für seinen Fade notwendigen Schwungweg nach links erzeugte er hauptsächlich über seine Armbewegung: Er holte den Schläger nach außen und führte ihn im Abschwung bewusst nach links.

Meine Überlegung war, ob wir einen Teil dieser koordinativen Aufgabe durch die Ausrichtung und Ballposition unterstützen könnten.

Zunächst machten wir mit drei Alignment-Sticks die Zusammenhänge sichtbar. Der weiße Stick zeigte die Ziellinie, der erste pinke die Schlagflächenausrichtung und der zweite pinke die weiter links verlaufende Schwunglinie.

Anschließend erkundeten wir eine zweite Möglichkeit: Er richtete sich weiter links aus und veränderte seine Ballposition ebenfalls nach links. Gleichzeitig sollte er den Schläger gerader zu seiner Körperausrichtung führen und seine Körperdrehung im Durchschwung entsprechend anpassen.

Beide Methoden konnten einen nach links gerichteten Schwungweg unterstützen, stellten aber unterschiedliche Anforderungen an seine Bewegungskoordination.

Besonders interessant wurde es, als er beide Lösungen miteinander kombinierte.

Mit der weiter links gerichteten Ausrichtung behielt er zeitweise seine bisherige, bewusst nach links geführte Armbewegung bei. Dadurch verlief sein Schwungweg deutlich zu weit nach links. Die Schlagfläche stand nun im Verhältnis zum Schwungweg zu weit offen und es entstanden ausgeprägte Slices.

Gerade diese misslungenen Schläge waren für seinen Lernprozess wertvoll.

Er konnte unmittelbar erfahren, dass Ausrichtung, Ballposition und Armbewegung nicht unabhängig voneinander funktionieren. Verändert er einen dieser Faktoren, muss er berücksichtigen, wie sich dadurch die gesamte Schlägerführung verändert.

Er hatte seinen Fade bisher hauptsächlich durch Gefühl und Instinkt gespielt. Jetzt begann er zu verstehen, welche unterschiedlichen Möglichkeiten ihm zur Verfügung standen und weshalb bestimmte Kombinationen funktionierten, andere dagegen nicht.

Unser Ziel war nicht, ihm möglichst schnell eine einzige richtige Bewegung vorzugeben. Wir wollten herausfinden, welche Lösung er besser verstand, welche sich für ihn natürlicher anfühlte und mit welcher er seinen Ballflug bewusster kontrollieren konnte.

Auch erste bewusste Wechsel zwischen seinem Fade und einem geraderen Ballflug waren gegen Ende der Woche möglich. Eine langfristig zuverlässige Richtungskontrolle war damit allerdings noch nicht erreicht.

Nothing is ever given, everything is earned.

Vom Fehlschlag zur eigenen Lösung

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Unterrichtswoche war die Fehleranalyse auf dem Golfplatz.

Nach einem misslungenen Schlag stellte ich ihm häufig drei einfache Fragen:

  • Was ist passiert?
  • Was wolltest du eigentlich erreichen?
  • Was könntest du beim nächsten Versuch verändern?

Die Antworten sollten nicht einfach von mir kommen. Er sollte lernen, seine eigenen Beobachtungen mit der beabsichtigten Schlagaufgabe zu vergleichen und daraus eine mögliche Erklärung abzuleiten.

Anschließend spielte er häufig einen zweiten Ball, um seine Vermutung praktisch zu überprüfen.

Ein zweiter Schlag beweist natürlich noch nicht, dass eine technische Veränderung dauerhaft funktioniert. Er liefert aber zusätzliche Informationen und ermöglicht es, eine erste Hypothese zu überprüfen.

Über mehrere Löcher beobachteten wir, welche Fehler wiederholt auftraten. Solche Muster konnten wir anschließend auf der Driving Range gezielter bearbeiten.

Aus einem einzelnen Fehlschlag wurde dadurch nicht automatisch eine technische Korrektur, sondern zunächst eine Frage, die wir untersuchen konnten.

Genau diese Fähigkeit wollte ich bei ihm weiterentwickeln: nicht nur Schläge ausführen, sondern anhand seines Schlaggefühls und der beobachteten Ballreaktion zunehmend selbst erkennen, was passiert ist.

Mit seinem neu erworbenen Wissen sollte er mögliche Ursachen besser einschätzen, wiederkehrende Fehlermuster erkennen und daraus geeignete Aufgaben für sein weiteres Training ableiten.

Warum eine Pitching-Distanzmatrix nicht mit Zahlen beginnt

Teilweise ausgefüllte Wedge-Distanzmatrix mit verschiedenen Schwunglängen und Schlagdistanzen für das Pitching-Training.

Auch beim Pitching zeigte sich, wie wichtig es ist, die Reihenfolge der Entwicklungsschritte zu berücksichtigen. Der Spieler verfügte über vier Wedges, kannte jedoch hauptsächlich seine vollen Schlagdistanzen.

Unser Plan war, mit unterschiedlichen Schwunglängen ein erweitertes Distanzsystem aufzubauen. Fünf Schwunglängen pro Wedge ergeben theoretisch bis zu 20 verschiedene Kombinationen.

Wir begannen jedoch nicht damit, sofort sämtliche Distanzen zu messen und in eine Tabelle einzutragen. Der Grund war einfach: Er konnte die verschiedenen Schwunglängen noch nicht ausreichend kontrollieren.

Deshalb arbeiteten wir zunächst an seiner Wahrnehmung der Schwunglängen und an der Koordination von Rück- und Durchschwung.

Auf dem Golfplatz spielten wir anschließend zusätzliche Bälle aus unterschiedlichen Entfernungen. Dabei sollte er überlegen, welche Kombination aus Wedge (Flughöhe, Landewinkel und Rolllänge) und Schwunglänge zur jeweiligen Aufgabe passte.

Eine Distanzmatrix wird nicht dadurch zuverlässig, dass man Zahlen einträgt. Zuerst muss der Golfer die Bewegungsvarianten, auf denen diese Zahlen beruhen, ausreichend kontrollieren können.

Die vollständige Kalibrierung seiner Wedge-Distanzen blieb deshalb eine Aufgabe für das weitere Training.

Loch 17: Nicht jeder mögliche Schlag ist eine gute Entscheidung

Golfstrategie und Schlagplanung auf Capdepera Golf

Auch bei der Schlagplanung zeigte sich während der Woche eine interessante Entwicklung.

Ein gutes Beispiel war Loch 17 von Capdepera Golf.

Am Montag und Dienstag versuchte er noch, das Loch mit einem langen Schlag möglichst offensiv zu spielen. Mit seinem Eisen 5 verlor er an beiden Tagen einen Ball rechts im Wasser. Er vertraute auf seine Schlagfähigkeit, berücksichtigte aber noch zu wenig, dass seine bevorzugte Fade-Flugkurve und die damit verbundene Streuung das Wasser zu einem erheblichen Risiko machten.

In unserer Theorieeinheit am Mittwoch beschäftigten wir uns deshalb mit Schlagstreuung, Zielbereichen und Schlagplanung. Am Donnerstag begann er besser zu verstehen, weshalb manche Löcher mit seinem Fade eine andere, defensivere Strategie verlangen.

Am Freitag ließ ich ihn beide Möglichkeiten ausprobieren.

Zunächst spielte er die riskantere Variante mit dem Holz 3. Der erste Ball flog links zwischen den Bäumen hindurch, der zweite landete in den Bäumen auf der linken Seite.

Anschließend spielte er ein Eisen 7. Der Ball landete leicht rechts im Semirough.

Golfer im Fairwaybunker mit Strategy Lab Zitat über emotionale Entscheidungen und sichere Golfstrategie

Der entscheidende Unterschied war nicht, dass der Schlag mit dem Eisen 7 besser ausgeführt wurde. Auch dieser Ball verfehlte das Fairway. Aber durch die kürzere Schlagdistanz lag das Wasser selbst bei einer Abweichung nach rechts außerhalb seiner relevanten Streuung.

Er musste also keinen perfekten Schlag spielen, um eine bessere strategische Entscheidung zu treffen.

Genau darum ging es mir: Er sollte lernen, nicht nur den gewünschten Ballflug zu berücksichtigen, sondern auch die möglichen Konsequenzen seiner typischen Fehlschläge.

Die Qualität einer Schlagentscheidung lässt sich deshalb nicht allein am Ergebnis eines einzelnen Balls beurteilen. Entscheidend ist, ob die gewählte Strategie zu den eigenen Fähigkeiten, der Streuung und den Risiken der Spielsituation passt.

Wie Golfer ihre Schlagstreuung, mögliche Fehler und die Risiken einer Spielsituation in ihre Entscheidungen einbeziehen können, behandeln wir ausführlicher in unserem Strategy Lab⁠.

Was nach fünf Tagen erreicht war und was noch nicht

Golfer zeigt während des Platztrainings auf Capdepera Golf in Richtung seiner geplanten Spiellinie.

Nach fünf Unterrichtstagen waren in mehreren Bereichen erste Entwicklungen erkennbar.

Er verstand die Zusammenhänge seiner Richtungskontrolle besser und konnte erste bewusste Veränderungen zwischen Fade und geraderem Ballflug ausprobieren.

Beim Pitching entwickelte er mehr Kontrolle über unterschiedliche Schwunglängen. Auf dem Golfplatz begann er, Fehlschläge eigenständiger zu analysieren und seine Schlagentscheidungen bewusster an den tatsächlich verfügbaren Möglichkeiten auszurichten.

Das waren wertvolle Fortschritte. Aber fünf Unterrichtstage reichen nicht aus, um daraus bereits eine dauerhaft stabile Entwicklung abzuleiten.

Weder die langfristige Richtungskontrolle noch die vollständige Kalibrierung seiner Pitching-Distanzen waren abgeschlossen. Auch wie zuverlässig er die neuen Fähigkeiten nach mehreren Wochen oder Monaten einsetzen kann, muss sich erst zeigen.

Etwas zu verstehen, eine neue Lösung erstmals auszuführen und diese später zuverlässig einsetzen zu können, sind unterschiedliche Entwicklungsschritte.

Im Practice Lab beschäftigen wir uns deshalb nicht nur mit dem Erlernen neuer Fähigkeiten, sondern auch damit, wie diese durch geeignete Trainingsaufgaben stabilisiert und anschließend unter unterschiedlichen Bedingungen überprüft werden können.

Der Unterricht endet nicht nach fünf Tagen

Individueller Trainingsplan zur Pitching-Distanzkontrolle mit Übungen für Schwunggeschwindigkeit, fünf Schwunglängen und einer Wedge-Distanzmatrix.

Für diesen Spieler war die Zeit nach unserer gemeinsamen Unterrichtswoche besonders wichtig. Sein Skisport wird weiterhin einen großen Teil seiner Zeit beanspruchen. Regelmäßiger Golfunterricht ist deshalb nicht immer möglich.

Damit er trotzdem an seinen Aufgaben weiterarbeiten kann, erhielt er über unsere Onform-App individuelle Trainingsmaterialien.

Dazu gehörten Videoaufnahmen und technische Hinweise, ein Trainingsplan zur Kontrolle des Eintreffwinkels, Übungen zur Pitching-Distanzkontrolle sowie Materialien aus unserem Strategy Lab zur Fehleranalyse und Schlagplanung.

Diese Unterlagen sollen ihm helfen, sich auch während seiner Skisaison an die gemeinsam erarbeiteten Zusammenhänge zu erinnern, gezielt zu trainieren und seine Entwicklung selbstständig weiterzuführen.

Ob und wie zuverlässig sich seine Fähigkeiten dadurch langfristig stabilisieren, bleibt zu beobachten.

Warum gute Golfer mehr als einen guten Schwung brauchen

Nahaufnahme einer Trainingshilfe am Putter mit zwei weißen Markierungsflächen und Gummibändern.

Diese Unterrichtswoche hat mir erneut gezeigt, dass Spielniveau und Spielverständnis nicht automatisch im gleichen Maß entwickelt sind.

Ein Golfer kann bereits ein einstelliges Handicap erreichen und trotzdem noch wenig darüber wissen, wie bestimmte Ballflüge entstehen, weshalb sich Fehler wiederholen oder wie er geeignete Trainingsaufgaben für sich selbst entwickelt.

Das ist keine Schwäche des Spielers. Es ist häufig die logische Folge seiner bisherigen Erfahrungen und der Zeit, die ihm für Golf zur Verfügung stand.

Gerade wenn Golfer ein Spielniveau unter Handicap 20 erreichen und sich weiter verbessern möchten, kann es sinnvoll werden, ihre Entwicklung bewusster zu planen: technische Zusammenhänge verstehen, vorhandene Fähigkeiten überprüfen, gezielt trainieren und neue Lösungen auf dem Golfplatz ausprobieren.

Ein erfahrener Golflehrer kann diesen Prozess begleiten. Dabei geht es nicht darum, ständig technische Anweisungen zu geben.

Manchmal muss er etwas erklären. Manchmal eine Bewegung korrigieren, eine passende Trainingsaufgabe entwickeln oder eine strategische Entscheidung hinterfragen. Und manchmal besteht seine wichtigste Aufgabe darin, dem Golfer zuzuhören, seine Überlegungen zu verstehen und ihn eine eigene Lösung ausprobieren zu lassen.

Genau diese Verbindung aus technischer Entwicklung, gezieltem Training, strategischem Verständnis und der Anwendung auf dem Golfplatz gehört zu unserem Golf Learning System.

Bei diesem jungen Golfer ging es deshalb um mehr als die Verbesserung einzelner Schläge.

Unser Ziel war, dass er seine vorhandenen Fähigkeiten besser versteht, neue Möglichkeiten entwickelt und zunehmend selbst erkennen kann, wie er sein eigenes Golfspiel weiter verbessern kann.

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Monnard Widmer Coaching Insight

Ein gutes Handicap zeigt, was ein Golfer bereits spielen kann. Wie gut er seine Fähigkeiten versteht, Fehler analysiert und sein Spiel selbstständig weiterentwickeln kann, ist eine andere Frage.

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